RHODOS:
Die Insel des Sonnengottes

Die Sonneninsel Rhodos wurde bereits in der Antike dem Sonnengott Helios geweiht, da hier an mehr als 300 Tagen im Jahr die Sonne scheint. Die drittgrößte Insel Griechenlands zählt knapp 120.000 Einwohner, wovon ca. die Hälfte in Rhodos Stadt leben.

Landkarte von RhodosDie Insel hat die Form eines Delphins, dessen Schnauze die Stadt Rhodos bildet und an dessen Brustflosse Lindos und Rückenflosse Monólithos beheimatet sind.

Der Tourismus ist für die Sonneninsel natürlich der wesentlichste Wirtschaftsfaktor. Das bedeutet, dass die Insel zu Ferienzeiten nur so vor Touristen wimmelt und in der Zeit von November bis kurz vor Ostern wie leer gefegt ist. Viele Einwohner, die in der Feriensaison vom Tourismus leben ziehen in den kälteren Monaten nach Athen oder Rhodos Stadt, so dass dies der einzige Ort der Insel ist, der in dieser Zeit noch nennenswertes Leben aufweist.

Rhodos war schon immer ein beliebtes Reiseziel, selbst zur Zeit Caesars trafen sich hier einflussreiche Senatoren zur Kur oder um sich in der Rhetorikschule fortzubilden. 1920 wurde die Insel dann zum Ziel des modernen Tourismus. Die Italiener richteten zuerst eine direkte Fluglinie von Rom nach Rhodos ein und bis heute kommen viele Italiener um hier ihren Urlaub zu verbringen.



Vor der Reise steht natürlich die Frage ob man eine Pauschal- oder eine Individualreise plant. Beides sollte gründlich gegeneinander abgewogen werden. Häufig sind die Flüge nach Rhodos bereits so teuer, dass es sich nicht lohnt sich vor Ort seine Unterkunft zu suchen und man sich mit einem Pauschalangebot wesentlich günstiger steht. In jedem Fall lohnt es sich aber einen Roller oder ein Auto zu mieten, damit man die Insel ein wenig erkunden kann. Wer 14 Tage Urlaub in einem Hotelbunker macht lässt sich die schönsten Erlebnisse entgehen. Beim Buchen einer Pauschalreise achtet man zwar häufig auf die Strandnähe, vergisst dabei aber beispielsweise die Nähe zur Ortschaft und somit die griechische Atmosphäre. Manchmal lohnt es sich ein paar hundert Kilometer Fußweg zum Strand zurück zu legen und dafür inmitten eines idyllischen griechischen Dorfes zu leben anstatt in einem kühlen touristischen Hotel.

Bei den Hotelkategorien sollte man keinen deutschen Standard voraussetzen und ruhig für einen vierten Stern bezahlen. Ein drei Sterne Hotel bietet zwar alles, was man zum leben braucht, es kann einem aber, wie z.B. im Hotel Kamari Beach (bei Lardos) passieren, dass man für jedes Extra zahlen muss (Ventilator, Klimaanlage, trotz Halbpension fürs Fläschchen Wasser beim Abendessen,...). Solche Abzocker-Attitüden sind nicht typisch griechisch und daher um so ärgerlicher.

Rhodos beheimatet eine Reihe von lohnenswerten Ausflugszielen und traumhaften Stränden, so dass es jedem gelingen sollte einen erfüllten Urlaub zu erleben.